Dauerausstellung

Die Dauerausstellungen in der Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale) erstrecken sich auf zwei Etagen des Gedenkstättengebäudes und nehmen mehr als 800 qm Grundfläche ein.

In getrennten Ausstellungsbereichen (1933 bis 1945 und 1945 bis 1989/90) wird die politische Justiz der nationalsozialistischen Diktatur einerseits sowie die der sowjetischen Besatzungsmacht und der Deutschen Demokratischen Republik andererseits dokumentiert. In einem Zellentrakt zwischen beiden Ebenen werden Sonderausstellungen gezeigt. Ausstellungstafeln informieren in beiden Bereichen über Täter, Opfer und Instrumentarien der politischen Verfolgung. Objekte, Originalunterlagen und Lesemappen vervollständigen die Dokumentation zur Haftanstalt. Auf Tablet-PC können die Besucher an zahlreichen Stationen Ausschnitte aus Propagandafilmen, Fotos und Dokumente sowie im Bereich 1945 bis 1989 Zeitzeugeninterviews aufrufen.

Der Besucher erfährt im Erdgeschoss wesentliche Einzelheiten der Nutzung des „Roten Ochsen“ während der NS-Diktatur, über Verfolgungsgründe, Insassen und Beamte sowie verschiedene Gerichte. Im ehemaligen Hinrichtungsraum wurden bauliche Reste der Richtstätte freigelegt; ein Totenbuch enthält die Namen sämtlicher Opfer. Detailliert wird in anderen Räumen über den Verbleib der Leichen, ihre Verwendung durch Universitätsinstitute oder ihre Bestattung  informiert. Der Evakuierungsmarsch im April 1945 und die Besetzung des „Roten Ochsen“ durch amerikanische Truppen bei Kriegsende komplettieren die Dokumentation.

Bauliche Spuren bilden in der Verhöretage die optische Kulisse für die Dokumentation zur politischen Justiz des MfS in dieser Ausstellungsebene. Die durch kleine Verhörräume geprägte Struktur der Etage ist für den Besucher bis heute nachvollziehbar. Mit Originalinventar ausgestattet sind u.a. eine Waffenkammer und ein Fotolabor. Zwei Räume widmen sich den subtilen Verhörmethoden des MfS.

Den kleinsten Dokumentationsbereich stellt die sowjetische Besetzung des „Roten Ochsen“ von Sommer 1945 bis in die 1950er Jahre dar. Er ist der Ausstellung zur politischen Justiz in der DDR vorangestellt und umfasst zwei Räume und einen Flurbereich. Unter den Ausstellungsobjekten befinden sich der Holzkoffer eines in die Sowjetunion transportierten Gefangenen, eine Wattejacke und eine Pelzmütze.

Das Foto links zeigt eines der Ausstellungselemente im Bereich Nationalsozialismus. Sie bestehen aus Tafeln mit Texten und Fotos zu einem speziellen Thema. Darüber hinaus können Flächen herausgezogen werden, die weitere Informationen enthalten.
Das Foto rechts zeigt einen Verhörraum im Ausstellungsbereich MfS. Das Mobiliar – Schreibtisch mit Stuhl, Telefon und Schreibmaschine vom Typ „Optima“ sowie die Kaffeemaschine der Marke „Kaffeeboy S 600“ – stammt aus dem Fundus der Gedenkstä
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