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Landtag von Sachsen-Anhalt zeigt Wanderausstellung „Politische Strafjustiz in der Sowjetischen Besatzungszone und frühen DDR – Sachsen-Anhalt“

Die gemeinsam von der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt und dem Ministerium für Justiz und Verbraucherschutz Sachsen-Anhalt präsentierte Wanderausstellung wird ab dem 29. November 2022 im Landtag von Sachsen-Anhalt in Magdeburg gezeigt.

Die Ausstellung thematisiert für die Jahre 1945 bis 1952 das Agieren der sowjetischen Geheimdienste und der Militärjustiz im damaligen Sachsen-Anhalt. Sie stellt die Grundzüge der sowjetischen Besatzungspolitik nach Ende des Zweiten Weltkrieges in Mitteldeutschland vor und vermittelt einen Überblick über das von den Sicherheitsapparaten in ganz Sachsen-Anhalt errichtete Netz von Haftorten. Darüber hinaus dokumentiert die Ausstellung auch an zahlreichen biografischen Fallbeispielen, gegen welche Personengruppen und zu welchem Zweck die Besatzungsmacht mittels Inhaftierung und militärgerichtlicher Verfahren vorging.
Die Biografien stellen Menschen vor, die ohne Urteil über Jahre in sowjetischen Speziallagern wie Mühlberg und Sachsenhausen festgehalten wurden, wo bis Februar 1950 ein Drittel der dort rund 120.000 Inhaftierten verstarb. Daneben stehen Männer, Frauen und Jugendliche im Fokus, gegen die Militärtribunale nach politischen Kriterien und auf der Grundlage oftmals unterstellter konstruierter Tatvorwürfe zumeist langjährige Strafen verhängten.

Die  die von den Gedenkstätten ROTER OCHSE Halle (Saale), Moritzplatz Magdeburg und Deutsche Teilung Marienborn erarbeitete Ausstellung wurde erstmals 2021 präsentiert. Nach Halle, Marienborn und zuletzt Naumburg ist der Magdeburger Landtag der vierte Ausstellungsort.

Zum Begleitprogramm der Ausstellung im Landtag gehört auch eine öffentliche Führung am 7. Dezember 2022. Die Ausstellung kann vom 29. November 2022 bis zum 9. Januar 2023 zu folgenden Zeiten besichtigt werden: Montag bis Freitag 8 Uhr bis 17 Uhr.